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Kosten-Nutzen-Modelle

Flächenschonung rechnet sich

Neben den ökologischen Folgewirkungen des Flächenverbrauchs treten mittlerweile auch die fiskalischen Folgen einer Siedlungsdispersion im Außenbereich immer mehr in den Fokus.  Eine Möglichkeit, die Effekte von einzelnen Vorhaben der Siedlungsentwicklung auf den kommunalen Haushalt zu ermitteln, bieten Kostenrechner, die in den vergangenen Jahren insbesondere im Rahmen von Forschungsprojekten entwickelt wurden. 

Unterschiedliche Modellrechner, unterschiedliche Schwerpunkte

Die Kostenrechner  modellieren kurz-, mittel- und langfristige kommunale Ausgaben (insbes. Folgekosten für Infrastrukturen) die aus einem Siedlungsvorhaben resultieren, auch vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen. Nur wenige Rechner wie der Regionale Portfoliomanager wählen eine regionale Betrachtungsweise. Dieser stellt als Ausnahme die volkswirtschaftlichen Effekte eines Siedlungsvorhabens dar. Die Kostenrechner nehmen keine Verrechnung mit den kommunalen Haushalten vor. Es findet eine losgelöste Darstellung der Folgekosten, die aus einem Baugebiet resultieren, statt. Durch die Darstellung der Veränderung sind unterschiedliche Vorhaben oder Varianten eines Vorhabens hinsichtlich ihrer fiskalischen Effekte besser vergleichbar. Einige Kostenrechner berücksichtigen neben den Ausgaben auch die erwarteten Einnahmen aus Steuern (z.B. Einkommen- und Grundsteuer) und kommunalem Finanzausgleich (insbes. Schlüsselzuweisungen).

Geschickt geplant, kann sich flächenschonende Stadtentwicklung auszahlen. Kostenrechner helfen dabei.
Planen in Zeiten leerer Kassen - die Broschüre des Umweltministeriums NRW.

Viele Kostenrechner, eine Broschüre

Die Landesregierung möchte insbesondere die Städte und Gemeinden des Landes anregen, bei ihren Siedlungsentwicklungsplanungen verstärkt auf solche Kosten-Nutzen-Rechner zurückzugreifen. Um die Kommunen dabei zu unterstützen, hat das Umweltministerium NRW die Broschüre „Planen in Zeiten leerer Kassen – Kosten-Nutzen-Modelle als Bausteine einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung“ durch die Arbeitsgemeinschaft „Initiative Nutzen-Kosten-Analyse im Flächenmanagement“ erarbeiten lassen. Diese Broschüre soll die Möglichkeit eröffnen, die räumliche Entwicklungsplanung von Städten und Gemeinden auf eine noch breitere Informationsbasis stützen zu können. 

Die in der Broschüre vorgestellten Rechner sind geeignet, die mit einer Flächenplanung verbundenen ökonomischen Entscheidungsfaktoren besser bewerten und in die gesamte kommunale Entwicklungsplanung einbeziehen zu können. Sie sind nicht als Ersatz für komplexe und multidimensionale kommunale Entscheidungsprozesse zu verstehen. 

Weitere Kalkulationsinstrumente

Link
RegioProjektCheck, modular aufgebautes Werkzeug-Set zur frühzeitigen Folgenabschätzung bei Siedlungsvorhaben

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